ensemble und konzept

Namensgeberin ist die Theaterregisseurin Sabine Karasch. Beruflicher Lebenslauf Sie sammelte ihre ersten Theatererfahrungen in Göttingen bei der Theatergruppe „Chaotica“, die eng mit dem Jungen Theater Göttingen zusammenarbeitete. 1993 inszenierte sie in einer stillgelegten Brotfabrik aus dem 3. Reich „Die Katze auf dem heißen Blechdach“. In dieser Inszenierung setzte sie eine Idee um, die später zum eigenen Programm werden sollte:

Gewöhnliche Orte und Strukturen spielerisch (aus-)zunutzen, um neue Interpretationsmöglichkeiten des Raumes entstehen zu lassen. Anstatt aufwendiger Bühnenbilder werden vorhandene Räume und Gegebenheiten aufgegriffen und in diesen, oft auch alltäglichen Strukturen, theatrale Räume neu zu erschaffen.

So entstanden, neben Inszenierungen in konventionellen Theaterräumen, immer wieder Projekte an Orten des Alltags: „Frl. Julie“ (Strindberg) an der Hausbar einer Jugendstilvilla in Leipzig, „Dreck“, Monolog eines Asylanten nach R. Schneider, in einer alten Schlachterei in Zittau, sowie in der Christus- und Garnisonskirche Wilhelmshaven und in der Schloßkirche Varel.
Seit 2004 engagiert sich das karasch ensemble mit interessanten Projekten in außergewöhnlichen Landschaftsräumen Thüringens. Mit diesen Projekten gelang es dem karasch ensemble sowohl inhaltlich als auch äußerlich neue Wege zu gehen.
Sabine Karasch seziert Klassiker auf das Nötigste und gibt den Texten dadurch neue Inhalte.
Andererseits wagt sie Umstruktierungen formeller Art. Sie entfernt sich immer weiter vom Protagonistentheater und besetzt die Rollen sowohl ohne auf das Geschlecht zu achten als auch auf die Texteinteilungen. In Kombination mit den Spielorten (z.b. Faust u.a. im riesigen Heuschober), die unkonventionell ausgewählt werden und dem äußerlichen Zustand, dass die ZuschauerInnen zu mehreren Spielorten laufen müssen, erzählt sie Theatergeschichten anderer Art.

Zum Schauspielensemble gehören: Marco Ulrich Stickel, Sarah Kattih, Birgit Unger, Heidrun Fiedler, Anton Matheis, Uta Krüger, Bodil Strutz, Alexander Wagner, Nathalie Bretschneider, David Paryla, Marcus Just

Technik: König, Halben
Ausstattung: Mohani Kindermann

Regieassistenz: Katharina Fischer, Svenja Käshammer, Laura Hoffjann

Chronik:
2004: „Die Zwillinge – oder die Verschiedenheit des Glücks“ von Charlotte von Gersdorf in Roldisleben
2005: „Sammelsurium: Schiller 7“ von Sabine Karasch in Roldisleben
2006: „Mozart“ nach P. Shaffer in Roldisleben
„Mozart liest Mozart“ in Rastenberg
2007: „Romeo und Julia“ in Buttstädt ( Regie: Marco Ulrich Stickel)
2008: „Macbeth“ auf Schloss Beichlingen
2009:
„Faust“ am Wasserschloss Ostramondra
„gretchen“ im Festsaal Schlossvippach
2010:
„Iphigenie – eine Trilogie der Rache“ am Wasserschloss Ostramondra
„Minna von Barnhelm“ in der Mensa von Schloss Beichlingen
„Der Froschkönig“
2011:
„Hamlet“ auf Schloss Beichlingen;
„Hamlet“ im Altendorfer Kirchviertel/ Theater Nordhausen
„Amphtryon“ in Hardisleben
„Der Froschkönig“
„Rapunzel“
2012:
„Amphitryon“ im monsun theater Hamburg
„Amadeus – ein Spiel für 2“ in der Osterkirche Hamburg
„Maria Stuart“ in der Osterkirche und im Jacobipark Hamburg
„Maria Stuart“ auf Schloss Wiehe, Thüringen
„Maria Stuart“ im Teppichspeicher „Orient Teppiche“ (Djawad Raz), Speicherstadt/ Hafencity
2013:
„Die Räuber“ auf dem Kaltstartfestival in Hamburg
„Die Räuber“ im Stadtpark in Sömmerda
„Die Räuber“ am Mühlenteich in Hamburg
„Die Räuber“ im Kulturhaus 3&70, Schulterblatt 73, Hamburg
Mobile Märchenreihe: Fridolin von Friedrichsheim rettet Weihnachten
2014:
Künstlerische Pause

Hauptziel des karasch ensemble ist es ungewöhnliche Spielorte zu entdecken, für die sich neue Projekte entwickeln lassen.

Durch die Nutzung ungewöhnlicher Spielorte auf dem Land möchten wir zwei weitere Ziele erreichen:

¤Wir möchten das Ritual des „in das Theater gehen“ aufheben, in dem wir unseren Zuschauern Gelegenheit geben, im wahrsten Sinne des Wortes, neue Räume zu betreten. Dadurch werden Offenheit und Neugier geweckt. Wir verstehen unsere Theaterräume immer auch als Ort der Muße, als Oase der Sinne: So konnten die Zuschauer unserer Produktionen in Roldisleben schon lange vor Vorstellungsbeginn den Skulpturengarten betreten, um Abstand vom Alltag zu gewinnen und sich auf unvorhergesehene Theaterstrukturen einlassen zu können. Die ansonsten unsichtbaren Kostümteile und Requisten werden für den Zuschauer sichtbar im Garten eingerichtet und sind so Teil eines sinnlich erfahrbaren Gesamtkunstwerkes.

¤Die Großstadt als Lebensziel mit all ihren Möglichkeiten reduziert sich selbst durch die Wiederholung. Die Rituale sind immer die gleichen. Der Zuschauer der Großstadt ist zusehends gelangweilt von der Überzahl an kulturellen Angeboten. Der Bewohner auf dem Land muß weite Strecken zurücklegen, um am kulturellen Leben überhaupt teilnehmen zu können.Wir wollen den umgekehrten Weg gehen: raus aus der Stadt und zurück aufs Land, wo ungewöhnliche Spielorte, versehen mit einem einzigartigen Ambiente bereits vorhanden sind und nicht durch teure Bühnenbilder erst hergestellt werden müssen.

Unser Schirmherr des Mozartprogramms 2006 Mike Mohring, Generalsekretär der CDU Thüringen sagte so schön, „daß es die Mitte nur durch den Rand geben könne.“ Das die Zentren ihre Existenzberechtigung also nur durch den „Rand“, das Umland, erhalten….in diesem Sinne!

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