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Sommertheater 2005: Sammelsurium: Schiller7 von Sabine Karasch im Landschaftsgarten in Roldisleben

Auszüge aus der TA – Söm von B.Albold:

„ Dichter und vor allem Mensch. Mit „Sammelsurium: Schiller 7″ gelang wieder eine gekonnte Inszenierung im Landschaftsgarten (…):
Schiller verschwindet in einem Meer (…) erblühter Sonnenblumen.
Das Publikum kann seinen Weg in der herabsinkenden Dunkelheit verfolgen (….).
Schiller in der Wechselwirkung zwischen seinem Leben und seinen Werken zu zeigen, war dabei das Anliegen von Sabine Karasch. Und vor allem den Menschen Schiller rüber zu bringen (….).“

Sommertheater 2006: Mozart nach P.Shaffer im Landschaftsgarten Roldisleben.

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Auszüge aus der TA Erfurt von F. Adrians:

„(…) Das Ensemble um die Hamburger Regisseurin Sabine Karasch kann sich im Landschaftsgarten (…) ausbreiten, während der Aufführung wandert das Theater von einem Schauplatz zum nächsten und, wie die Regisseurin betont, von einer Theaterform zur anderen:
Von der Commedia dell ‚ arte bis zum bitteren Naturalismus des Showdown. Mozarts Musik begleitet die Zeitreise (…).
Die Zuschauer erleben ein Schauspiel (…) das eigene Züge hat.
Sabine Karasch hat (…) die Rolle der Konstanze hervorgehoben. Wibke Quast verkörpert die lebenstüchtige, lebenslustige, junge „Mozartin” (…). Es ist Marco Stickels Part den Gegenspieler Mozarts mit Zynismus, Arroganz und kalter Verlogenheit auszustatten, ohne ihn zum Monster zu machen (…).
Dem Karasch Ensemble gelingen starke Bilder, wenn (…) Mozart auf einer riesigen Klaviatur tanzt (…).“

Sommertheater 2007: Romeo und Julia in Buttstädt
Inszenierung: Marco Stickel

LEIDER KEINE REZENSION

Sommertheater 2008: Macbeth auf Schloss Beichlingen

LEIDER KEINE REZENSION

Sommertheater 2009: Faust am Wasserschloss Ostramondra

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Auszüge aus dem Feuilleton aus der TA Erfurt von Henryk Goldberg:

„Eigentlich geht das gar nicht (…). Es geht aber doch, und zwar so, dass es den „Faust” des Karasch -Ensembles zum intelligentesten Sommertheater der Saison werden lässt. Der Berichterstatter bekennt, kaum je einen klassischen Text besser, intelligenter zwischen Stall und Wiese gesehen zu haben. Sabine Karasch beherrscht das Areal ästhetisch und sie beherrscht den Stoff im konzeptionellen Ansatz. Denn was zunächst albern klingen mag – Faustens verratene Geliebte (…) zum Teufel wird – ist schlicht und wunderbar zugleich.
(…) So entsteht zwischen zwischen Faust und Mephisto eine unmittelbare Gegnerschaft, so haben all die zum Mitsingen geeigneten Texte nun einen Untertext, sind aufgeladen mit der Spannung zwischen der sich rächenden Frau und dem Kerl. (…) Wer da beklagen mag, dies sei er nicht, unser guter, unser ganzer Lieblingsfaust, der kennt den Unterschied nicht von Philologie und Theater. Das beginnt im Schafstall, lauter Stroh, (…) langer Zug durch den Park, (…) Sabine Karasch hat ein Feeling für die Wirkung von Räumen und sie kann die Balance von Populismus und die Gelegenheit. Christiane Paulick ist die energetische Mitte des Abends. (…) Und durch den dramaturgischen Trick sind beinahe alle ihre Texte mühelos aufgeladen. (…) Marco Stickel ist hier, (…) kein Mann, den das Innere der Welt bewegte, nur das der Damen. (…) Stickel kann dass mit Charme und Kraft, so dass Mephistos Leid verständlich wird. Und Gundula Niemeyer, das Opferlamm, sie liebt und stirbt mit Stärke.
5 sterne

Wintertheater 2009: gretchen in Schlossvippach
nach Lutz Hübner

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Auszüge aus dem Feuilleton der TA Erfurt von Frauke Adrians:

„(…) Das Karasch -Ensemble, zum ersten Mal mit einem Wintertheater in Thüringen zu Gast, spielt die schrecklichsten Theater-Konstellationen durch: ein herrliches Vergnügen. (…)
Schauspielen kann so einfach sein, wenn man es nicht kann. Und höllisch schwer, wenn man das Unvermögen nur vorspiegelt. (…) Wer Theater liebt, der wird die jüngste Produktion des Hamburger Ensembles lieben. Frei nach Lutz Hübners „Gretchen 89 ff” dirigiert Sabine Karasch ihre Schauspieler durch klassische Proben-Situationen, eine immer grausiger als die andere. (…) Die Truppe spielt – und der Saal spielt mit, über zwei Etagen – Faust Szenarien durch, dass es eine Freude ist, (…). Gegen Ende lässt Sabine Karasch den Spaß kippen, die schauspielernde Bohnertruppe verwandelt sich in ein Trio arbeitsloser Schauspieler, dass sich mit Putzjobs über Wasser hält. (…) Dieses gretchen ist beste Theatersatire. Und wunderbar gespielt.“
5 Sterne

Sommertheater 2010: „Iphigenie – eine Trilogie der Rache“ von Sabine Karasch
Eine Textfassung zusammengesetzt aus „Iphigenie” von, „Agamemnon” aus der Orestie von Aischylos und „Elektra” von Sophokles.
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Auszüge aus dem Feuilleon der TA Erfurt, F. Adrians:

„(…) Sabine Karasch und ihr Ensemble trugen es mit Fassung, dass die zweite Aufführung ihres Stückes „Iphigenie – eine Trilogie der Rache” vom Garten des Wasserschlosses Ostramondra in den Saal der Dorfgaststätte umziehen musste. Kaum eine Theatertruppe arbeitet unter freiem Himmel so virtuos an und mit verschiedenen Spielorten wie das Karasch Ensemble, deshalb verpasst viel, wer das Open-Air Wanderspektakel verpasst. Andererseits hat die Truppe so gute Schauspieler, dass auch die kammerspielhafte Schlechtwettervariante ihrer „Iphigenie” ein starkes Stück Theater ist. (…)
Sie spielen so brilliant, wie man es vom Karasch -Ensemble kennt: Marco Stickel den vor dem Orakel machtlosen König, der seine Familie aufs Entsetzlichste hintergeht, Sarah Kattih die Klytaimnestra, die, sehr stolz, sehr aufrecht, die Gelegenheit zur Rache an ihrem Gatten erwartet. Eine starke Szene im zweiten Akt zeigt beide nach dem Sieg über Troja, affektiert lächelnd wie ein wahlkämpfendes US – Präsdentenpaar, während die Welt und ihre Ehe in Scherben liegen. Die Inszenierung von Sabine Karasch lässt den Betrachter die ganze Monstrosität des gegenseitigen Verrates nachempfinden. (…)
Diese Truppe krönt das Thüringer Sommertheater.”
4 Sterne

„Minna von Barnhelm“ auf Schloss Beichlingen, Dezember 2010

Auszüge aus dem Feuilleton der TA Erfurt

„(…) Wintertheater heißt: Der Winter spielt mit. Das Karasch-Ensemble könnte Lessings „Minna von Barnhelm” auch im Sommer spielen, aber dann wäre sie eine andere. Die Winter-Minna (…) ist eine, die die Welt erwärmt. (…) Feldbett an Feldbett, Metallgestelle, betagte Stehlampen. Die Minna auf Schloss Beichlingen könnte ein Notlager sein für frostgeschädigte Dorfbewohner 2010 oder für ausgemusterte Soldaten 1763. (…) Regisseurin Sabine Karasch hat Lessings „Minna” gewaltig gekürzt, der Abend dauert weniger als anderthalb Stunden, aber auch so geht das Stück auf, entfaltet sich der Konflikt zwischen Ehre und Liebe. (…) Es gibt in Thüringen keine Theatertruppe, die Räume so fantasievoll zu bespielen weiß wie das Hamburger Karasch – Ensemble. Und sie spielen exzellent. Tellheim(Marco Stickel) und Minna (Sarah Kattih) sind im Beziehungskrieg ebenbürtig. (…) Nicht mindervsehenswert das Techtelmechtel zwischen Franziska (Birgit Unger) und Paul Werner (Fabian Appel). Je näher die Liebenden einander näher kommen, dest näher rücken sie dem Publikum. Das Stück wandert von der Bühne in den Saal , wo die Zuschauer auf den Betten sitzen. (…)
Wer Karaschs Regiearbeiten kennt, wird nicht überraschtvsein, dass Lessings Wirt hier eine couragierte Frau ist. (…)
Theater kann die Kälte bannen.”
4 Sterne

Sommer 2011: HA ML ET auf Schloss Beichlingen

Auszüge aus dem Feuilleton der TA Erfurt, Goldberg:
„(…) Sie buchstabieren lustig den Titel, ein jedes ist ein Buchstäbe und sie wechseln (…) die Plätze und die buchstäbliche Zugehörigkeit (…). Nach dem Faust präsentiert Sabine Karasch nun mit dem Hamlet den anderen (…) Intellektuellen. Und wieder ist der Gedanke ihres Theaters der Raum. Und wieder ist das mit so viel theatralischer Lust verbunden. (…) Das spielt sich in zwei und einer halben Stunde weg, alle spielen alles, nur Hamlet ist ein Doppelwesen. Manchmal sitzt Birgit Unger auf der Schulter von David Paryla, manchmal stehen sie Rücken an Rücken. Sonst: Die Ansage des Rollennamens (..) und dann der Text. Das erscheint so eher wie ein Vorstellen der Figuren und Geschichte, als sie selbst, doch es gewinnt zunehmend Eigenwert. (…)”
4 Sterne

Auszüge aus dem Harz Kurier von Thomas Kügler:

„(…) Der Schädel macht die Runde. Noch bevor das Spiel um Schuld und Sühne (…) so richtig beginnt, taucht die Requisite auf. Die Assoziation Hamlet-Schädel gehört zum europäischen Kulturschatz . Wie ein Spielball fliegt das Utensil von Schauspieler zu Schauspieler. Was tödlich enden wird, beginnt als ausgelassenes Sommerreigen. Wer den Schädel hat, der hat das Sagen. Sechs Schauspieler besetzen elf Rollen. Teils sprechen sie den Text silmutan, als Chor der klassischen Tragödie. Teils wechseln die Rollen. Noch können die Positionen nicht mit einzelnen Akteuren besetzt werden. Die Regieanweisungen kommen auch zur Sprache. Das verlangt Gewöhnung, steigert aber den Informatiosngehalt. (…)
Regisseurin Sabine Karasch hat den Monolith in seine Bestandteile zerlegt. Das Ensemble spielt Theater, es spielt Theater spielen und es spielt mit dem Theater. Sechs Schauspieler dekonstruieren und rekonstruieren Shakespeare und seine Folgen. (…)
Die Aufhebung der Rollenzuweisung schwindet. Marco Stickel übernimmt eindeutig den Part des mörderischen Bruders. Sarah Kattih wird immer mehr zur Königin Gertrud. (…)
Mord und Rache folgen einer eigenen Mechanik: Das Kollektiv löst sich auf. Gestorben wird allein. (…) Doch vor dem Finale kommt ein Ortwechsel zurück r Altendorfer Kirche. Die letzte Spielstätte, die Garage des Wasserverbandes, liefert eine Dichte, die die finale Auseinandersetzung noch einmal verdichtet. (…)
Wer sich auf das Sommertheater einlässt erhält eine neue Sicht auf das Werk, das durch Reduzierung und Rekonstruktion seinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit erneuert. Die Orte des Geschehens sind die vierte Dimension in der Inszenierung von Sabine Karasch, die unbestritten auch Kopfkino ist.(…)”



wintertheater 2011: Amphitryon in Hardisleben

Auszüge aus dem Feuilleton der TA – Erfurt, Adrians:

„(…) In der „Amphitryon”-Inszenierung des Hamburger Karascg-Ensembles, (…), bleibt reizvoll offen, wie viel Alkmene wirklich weiß. Mehr noch: Der Rollentausch zwischen Gatten und Geliebtem vollzieht sich nicht nur im Stück, sondern permanent auch zwischen den vier Schauspielern auf der Bühne (…). (…)
Amphitryon und Alkmene, (…) Sosias und Charis, (…) Jupiter und Hermes – alle wechseln Szene für Szene die Gestalt, das Geschlecht, zunächst aber die Schuhe. (…)
Und genau so, als leid- und lustvolles Spiel um Liebe und Identität, lässt sich „Amphitryon” lesen. Dabei ist Regisseurin Sabine Karasch weit davon entfernt, die Kleist-Komödie zur Partnertausch-Posse zu degradieren. (…) Eine Badewanne ist, neben den wechselnden Schuhen, das wichtigste Requisit, sie dient als erotischer Tummelplatz und als Schranke zwischen einem verzweifeltbwütenden Amphitryon (Alexander Wagner) und einem höhnischen Merkur (marco Stickel); auf dem Wannenrand rutscht ein peinlich berührter Merkur (Birgit Unger) vor der lüsternen Charis (Rabea Lübbe) davon. (…) Man kann sich kaum sattsehen an den immer wieder neuen Szenen zweier Ehen, die durch göttliche Einmischung in die Brüche zu gehen drohen.
In Sabine Karaschs Lesart ist Kleists „Amphitryon” tatsächlich Lustspiel: lustig und lustvoll, aber nicht leichtgewichtig. (…)
Liebe, das sagt sie mit ihren prickelnden Rollen – und Partnerwechseln, ist ein kaum durchschaubarer Zustand, es ist schwer, sich nicht darin zu verlieren, und schwerer, einem anderen darin zu vertrauen.
An Kleists Textmasse hat sich schon manch ein Theater verhoben, es zeugt von Sabine Karaschs Meisterschaft in der Kunst der kurzen, prägnanten Inszenierung, dass sie den „Amphitryon” so klug und vergnüglich auf den Punkt bringt.

5 Sterne

Sommertheater 2013: Maria Stuart auf Schloss Wiehe

Hendryk Goldberg:, Feuilleton Erfurt/ Thüringer Allgemeine
(…….)“es geschieht. Und es geschieht wie immer bei Sabine Karasch: Durch Raum und Konzept. Das Prinzip, Ihre Aufführungen durch die Theatralisierung ungewöhnlicher Orte im ländlichen Raum als Event für Menschen zu präsentieren, die sonst eher nicht zu Stammgästen der Bühnen rechnen, hat Sabine Karasch beinahe zu einem Alleinstellungsmerkmal kultiviert. Und ihre Fähigkeit klassische Texte zu reduzieren, auf einfache, aber keineswegs primitive Geschichten bewirkt, dass die so gewonnen Zuschauer kaum je enttäuscht werden (…..)“.
(….)“Sabine Karasch hat Schiller gestrichen mit, sozusagen, intelligenter Frechheit: es bleiben die beiden Königinnen und ihre beiden Männer. (….) In der Tat mehr braucht es nicht, um eine Geschichte zu erzählen von 2 Frauen, Königinnen, die nicht glücklich werden können. Man muss in solcher Aufführung keine Aussagen über das Wesen der Welt suchen, die Konzeption ist das Theater selbst, das zum Event wird auf einem Niveau, für das sich niemand schämen muss.“ (…)
„An diesem Teich, es ist längst dunkel, findet der Abend später seinen Höhepunkt. Lautlos beinahe gleitet das Boot übers Wasser. Und während es, wie hoffnungslos, im Kreise fährt, spricht Heidrun einen Text, der nicht von Schiller ist: Den eindringlichen Bittbrief der Maria Stuart an die Rivalin. (….) Eine Szene, die zeigt, wie schön, wie sinnlich Theater zu sein vermag. (….)“.
„Der eigentliche Höhepunkt des Stückes, die Begegnung der beiden Königinnen, hingegen ist hier nachgeordnet, ist sozusagen, Dramaturgie.
(….)“ sie sind wirklich bewegt und der Elisabeth, die vorher klagend von Marias Schönheit sprach, geht es mehr als staatsräson. dann treten die beiden Frauen in einen großen goldenen Rahmen, die eine das Spiegelbild der anderen. Und tauschen, das ist der Gedanke, die Rollen. Wenn die Dinge ein wenig anders gelaufen wären, dann hätte die Königin Maria Stuart wohl auch die ehemalige Königin Elisabeth zum Schafott schicken können. Zwei traurige Schwestern, die den Weg zum ungeteilten Glück nicht finden. Und das ist Schiller.
Groß und schön geht Maria zum Schafott, dann treten beide in den goldenen Rahmen, der sie auf ewig als ein Paar in der Historie zeigt.“

Maria Stuart auf Schloss Wiehe:
Grit Pommer ( Thüringer Allgemeine Kyffhäuser Landkreis):

(….)“ Sabine Karasch braucht nur vier Schauspieler, um Schillers „Maria Stuart“ im Herbsttheater auf Schloss Wiehe zu inszenieren. Und ebenso geschickt, wie sich die Gentleman im Lords verwandeln und wieder zurück, so geschickt weiß sie auch den Ort der Aufführung zu nutzen. (….). „In den Szenen draußen blitzen auch ein paar lockere Momente auf. (…) „Im tiefen Keller ist dann aber Schluss mit lustig. Die ungleichen Königinnen prallen aufeinander. Und mit einem dramaturgischen Trick wirft Karasch ganz kurz die Frage auf: Was wäre, wenn die eine an der Stelle der anderen wäre? Doch das Experiment dauert nicht lange. Die Geschichte verlangt nach einer harten, starken Frau auf dem Thron, um zu einem Ende zu kommen.
Es ist Marias Ende, aufwühlend in Szene gesetzt – (….). Maria Stuart mit dem karasch ensemble – das ist ergreifendes Theater voller Ideen und leidenschaftlich ausgeführter Spielkunst.“

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